Räuber- und Beutepopulationen beeinflussen sich gegenseitig. Die Anzahl und Effektivität der Räuber bestimmt die Größe der Beutepopulation. Die Größe der Beutepopulation bestimmt wiederum das Nahrungsangebot der Räuberpopulation und somit deren Anzahl.
Die Populationen regulieren sich wechselseitig und dichteabhängig.
Lotka-Volterra-Regel
- Regel der periodischen Schwankungen
- Die beiden Populationen schwanken periodisch. Die Maxima und Minima der Räuberpopulation folgen dabei der Beutepopulation.
- Regel der Konstanz der Mittelwerte
- Die beiden Populationen schwanken um einen Mittelwert, der bei unveränderten Bedingungen langfristig konstant bleibt.
- Regel der Störung der Mittelwerte
- Nach einer gleich starken Dezimierung von Räuber und Beute nimmt die Populationsdichte der Beute stets schneller wieder zu als die der Räuber. (Denn die Beute hat Nahrung, wobei die Räuber sich von der Beute ernähren, die ja dezimiert ist)
Die Regeln treffen in der Realität meist nicht exakt zu. Bedingungen wären:
- Der Räuber ernährt sich nur von einer Art von Beutetieren
- Die Beutetiere werden nur von einer Räuberart gefressen
- Alle sonstigen biotischen und abiotischen Faktoren sind konstant oder zu vernachlässigen.